Dienstag, 14. Oktober 2008

Stockholm.

Tag 1

Die Anreise gestaltete sich nährreich auf der einen Seite und weniger anstrengend auf der anderen Seite. Zu fünft im Auto von Tine, inklusive guter Musik und Gummibärchenverköstigung starteten wir nach Stockholm. Wieder ein mal dachte ich, ich habe viel zu viel Gepäck, aber diesmal schiebe ich es einfach mal auf die Isomatte und den Schlafsack den ich noch mit transportiert habe. Denn schlafen sollten die Anne und ich bei dem Micha, Studienfreund aus Stuttgart und jetzt studierenderweise an der KTH in Stockholm anwesend. Und als wir dann die dortige tunnelbana ein wenig unsicher gemacht haben, wurden wir bei Micha standesgemäß mit nem Wodka-Kakao. Hm. Lecker. Ein wenig angetüdelt hieß es dann später nach etlichen hin und her, nein wir gehen nicht mehr aus. So machten wir uns in der Korridor ein wenig gemütlich. Vergleicht man Linköpings Korridore mit denen in Stockholm, so fällt auf das zwar in beiden jeweils 8 Menschen leben, jedoch weniger Schweden. Ich beispielsweise wohne mit 6 Schweden (jedenfalls auf dem Papier) zusammen. In Michas Korridor gibt es einen Einzigen. Angeblich liegt die Rate an Schweden bei 5%. Der Rest: Exchange Students. Was man jetzt besser findet kann jeder für sich selbst entscheiden. Außerdem ist die Räumlichkeit ein wenig anders. Dort ist es eine offene Küche am Ende des Flures, mit wie ich finde sehr kleiner Arbeitsfläche, aber nen sehr tollen Riesentisch. Bei uns ists dann eher gemütlich mit TV und ein paar Sofas. Das Zimmer dafür ist wirklich toll, viel Holz an Wänden, Boden und Möbeln, und sehr modern mit schalldichter Tür, da kann man echt jede Menge Geräusche und Laute von sich geben, ohne das es jemand hört. Hm. Naja haben dann noch ein wenig gequatscht und sind dann ins Reich der Träume entschwunden.


Tag 2

Ausgeschlafen, gefrühstückt und gefreut. Über wunderschönes Touri-Foto-Wetter. Blauer Himmel und Sonnenschein (die Zeilen könnten auch aus einem schlechten Schlager sein). SO nach einigem Gegrübel, welcher Fahrschein nun der Beste für 2 Personen und ein Wochenende wäre, fuhren wir in die Stadt, um die anderen 3 Mädels zu treffen, die in einer Jugendherberge geschlafen haben. Und das war gar nicht so einfach. Aber um es kurz zu machen, denn Blogplatz ist ja auch heiß begehrt, wir haben sie getroffen und uns dann schließlich wieder getrennt, da Anne und ich im Sightseeingfieber, die anderen aber im Shoppingwahn verfallen waren. Also auf nach Gamla Stan zum schlendern und Schloss anschaun, und dann trafen wir uns schon wieder mit den Mädels, denn das Highlight des Stockholm Trips stand an bzw. war nur noch wenige Stunden entfernt! Na neugierig? Noch ein wenig Geduld. Erst einmal ein lecker Kaffee in einem Cafe was eigentlich ein Schiff war. Toll, mit Ausblick auf Djurgården. Teilweise hats ganz schön geschaukelt, wenn ein Schiffchen vorbeikam. Aber auch das haben wir überstanden. Dann auf nach Djurgården genauer nach Gröna Lund. Ein riesen Vergnügungspark. Vorher schnell noch Fast Food gegessen und dann schon riesig gefreut, denn am Abend sollte hier ein Konzert sein. Nein nicht irgendeins, Moneybrother! Und das für läppige 70SEK, die der Eintritt in den Park gekostet hat. In Gröna Lund ist das nämlich folgendermaßen: Man bezahlt einen Betrag Eintritt und dann kauft man sich ein Fahrtenheft oder auch einzelne Billets mit denen kann man dann die Fahrgeschäfte benutzen. Nach einem Rundgang haben wir uns dann doch noch entschlossen ins Lustigt Hus zu gehen. Das ist so eine Art Spaß Haus mit viele schrägen Sachen durch die man durchlaufen muss und jeder Menge Sinnestäuschungen. Man war ich verwirrt danach. Ich vergaß noch zu erwähnen, dass wir quasi verfolgt wurden, von in Plüsch gekleideten Maskottchens des Parks die sich ständig an uns hangen und Fotos machen wollten. DAs war schon leicht scary, denn sie waren überall und hatten auch weder Scheu uns zu erschrecken noch vor Körperkontakt. Oh man gruselige Plüschtiere sind nicht so mein ding. Ahhh. HBin da ja auch nicht unschreckhaft. Ich wollte ja unbedingt noch auf ein anderes Fahrgestell, aber da war meine Überredungskunst überflüssig weil keiner wollte.Das fährt weit hoch ich denke mal so ein paar hundert Meter und dann wird man einfach „fallengelassen“. Hab das schon mal in Soltau gemacht und noch nie so nen Adrenalinausschuss (sagt man das so?) gehabt. Naja, dafür kam ja dann Anders Wendin, alias Moneybrother. Und ich lief große Gefahr, denn die anderen 4 Mädels hatten keine Ahnung von Moneybrother, bzw. vielleicht mal nen Lied gehört. Also hoffte ich, dass es ihnen genauso gut gefällt wie mir. Und ich denke sie wurden nicht enttäuscht. Eine super tolle Show, mit ein wenig Schwedisch, Tanzen und viel Emotionen. Einfach toll. Ich glaube ein paar wurden überzeugt und wir hören jetzt desöfteren die CDs. Nach dem Konzert hab ich mir noch meine erste schwedische CD gekauft, mit Signatur sogar. Die wollte mir erst einer wegschnappen. Aber ich war schneller. Und das auch noch zum Schnäppchenpreis von 100SEK. Voller positiver Emotionen haben Anne und ich uns dann noch mit Micha getroffen und sind mit dessen Freunden in einem ominösen Kellerclub namens irgendwas wie Slash, Stash…oder so in Södermalm. Ich sag mal so, es war witzig, strange und heiß. Irgendwann sind wir dann auch heimgekommen und dann ab ins Bett.


Tag 3

Shoppen! Das war das Ziel. Der Weg sollte uns durch Södermalm, einem eher alternativen Viertel führen. Soweit so gut. Einige Shops durchforstet, irgendwann auch das sagenumworbene Cheap Monday gefunden. Aber nichts gekauft. Wie tragisch. Aber so ist es wohl immer, wenn man es ganz doll will, dann klappts nicht. Hmpf. Ein wenig traurig waren wir schon. Schon mal das Zugticket für Sonntag gekauft und abends noch auf nen Drink nach Gamla Stan. Den Abend in Michas Bude ausklingen lassen. Mit was verrat ich nicht ;)


Tag 4

Tag der Abreise. Mittags sollte der Zug fahren, vorher noch was essen und ab zu Zug. Unsere Beine wollten uns nicht mehr so recht tragen, denn wir haben sehr viele Kilometer (dem Bahnticket entsprechend) hinter uns gelassen. Die Zugfahrt, ja sie war abwechslungsreich. Denn wie wir am Bahnhof bemerkten, mussten wir in Nyköping umsteigen. In einen Bus. Aber wir haben echt schlimmes erwartet. Und was kam? Es war ein sehr komfortabler Bus mit Ledersitzen, das Gepäck war im Businneren verstaut. Ein wenig Zeit für ein Nickerchen. Da der Bus dann noch Norrköping ausgelassen hat, waren wir echt super schnell am Ziel. In Linköping. Welcome Back. Im Alltag.

Sonntag, 12. Oktober 2008

Blue-(Wo)man-Group.

Nun ja, ein neues befremdliches Brauchtum sollte uns in den Bann ziehen. Stichwort: Overall.

Schon Ende August haben wir Ihn bestellt. Und drei Wochen später sollte er dann auch da sein. Unser Overall.

Wikipedia sagt dazu: „Studentenoveralls sind eine in Nordeuropa weit verbreitete Partybekleidung von Studenten und Teil der dortigen Studentenkultur.“

Wie sehen die aus? Je nach Studiengang und Fachschaft gibt es verschiedene Farben und Formen. Individuell wird’s dann beim Benähen, -kleben, -malen. Denn bei jeder Party zu der man geht, gibt es ein sogenanntes Patch, das man dann auf den Overall befestigt, wie auch immer. Noch dazu ist es üblich die jeweiligen Streifen an die Beine des Overalls zu nähen, oder zu kleben. Wenn man noch weiter gehen möchte, dann tuts der Name aufm Bein oder wo man mag.

Wann und warum ziehen Schweden Overalls an?

Overall trägt man zu einer Studentenparty an, die man hier Kravall (mit oder ohne Remmi Demmi) nennt. Und warum? Antwort eines Schweden „Damit man seine eigene Kleidung nicht ruiniert.“ (so geht’s wohl auf den Kravallen zu, später in einem anderen Post mehr dazu) Ich denke man dass das Wort „Gemeinschaftgefühl“ hier nicht falsch ist. Der oft gelesene Zwiespalt der Schweden zwischen Gemeinschaftsgefühl und Drang nach Individualität wird dann durch eine individuelle Gestaltung besänftigt.

So trafen wir uns zum Pizza backen und gemütlichem Nähabend, um unsere noch jungfräulichen Anzüge zu verschönern. Noch ne Mädels-DVD und es ist perfekt. "Jo, jo, jo, jo, jo" in den Blaumännern fühlten wir uns ein wenig wie in der Pitstop Werbung, und als müssten wir zugleich noch irgendwo Rohre verlegen, also ran ans Nähen. Und Ja, wir wollten nähen! Manch anderer würde es einfach halbherzig draufkleben aber nein, dafür sollte man sich Zeit nehmen, und ruhig ein wenig Herzblut reinstecken. Unsere anfängliche Motivation wurde nach gefühlten 20 Stunden ein wenig gedämpft. Als wir bemerkten, dass wir nach 6-7 Studen gerade ein mal einen Streifen an einem Hosenbein genäht hatten, und das zum Teil auch nur fast. Oje. So saßen wir 2 DVDs und ein paar CDs später da und entschieden uns das Aufnähen der Patches und der anderen Seite zu vertagen. Doch „time is running“, denn der erste große Kravall sollte dann schon in ein paar Tagen sein, und da wollten wir ja nicht nackig da stehen. Ja ok, man kann auch ohne gehen, aber wo ist da der Spaß?

Dienstag, 7. Oktober 2008

essen, eat & äter.

Wenn ihr euch bisher gefragt habt, ob ich hier nur von Luft und Liebe lebe, dann seid ihr weit gefehlt. Essen gibt es nämlich auch hier. Und 2 besondere Anlässe, das Essen auch mit anderen Menschen, die die gleiche Intentioen haben zu tun, waren zum einen das Ärter&Punch sowie das Welcome Dinner. Aber nun eins nach dem anderen.

Ärter&Punch.
Neudeutsch bedeutet das soviel wie Erbsen und Punch. Und genau das gabs auch zum Essen. Dresscode: Nicely, das hieß für uns ein wenig schicker aber nicht zu schick...Getroffen wurde sich zum Rudelessen im [hg]. Das ist ein Studentenpub etwa 100m Luftlinie von meiner Haustür. Zu blöd, dass wir dachten, dass Essen findet in einem Gebäude der Universität statt. Naja, dann haben wir schon mal ein paar Kalorien verbraucht, indem wir den ganzen Weg umsonst gegangen sind. Aber auf die Eintrittskarte zu schauen, wäre auch zu einfach, da vertraut man doch eher seiner Intuition. So. Dort angekommen, gabs dann die erste Überraschung des Abends: Sitzplatzkärtchen. Und, wie toll das die Organisatoren gemischt haben. Damit man, ja, viele neue Menschen kennenlernt. Die Ordnung war ungefähr so: 12 Menschenskinder an einem Tisch. Dabei sollte es immer Frau, Mann, Frau, Mann (beliebig weit bis zum Tischende fortzusetzen) sein. Natürlich saßen den Frauen keine Frauen gegenüber, nein, man war quasi, ich spreche jetzt mal für mich als Frau, von männlichen Artgenossen umzingelt. Hm. Nun gut. Verschweigen möchte ich auch nicht, dass dieser Raum, oder besser diese 2 Räume total klein waren und sich somit alle zwangsläufig irgendwohin quetschen mussten, wenn jemand mal auf Toilette musste. Oje. Ein wunderbares, leckeres Essen könnte das jetzt entschädigen. Und ja die Betonung lag auf könnte. Soweit ich mich erinnere, gab es als Vorspeise Knäckebrot mit Butter und Käse, der Hauptgang gestaltete sich mit einer Erbsensuppe mit Senf sehr schlicht und als Nachtisch dann ein paar Pancakes mit Marmelade. Joa, ne. Naja gut, nicht zu vergessen die außergewöhnlichen Getränke: ein Bier und ein Punch/Person, Wasser, Kaffee/Tee. Sagenhaft.
Jedoch sollte d
ies der Stimmung keinen Abbruch tun. Denn, wenn es eins ist was ich gelernt habe an diesem Abend, dann ist es das die Schweden gerne Singen! Beliebte Tischrufe waren "Omstart!" (Zugabe), "Bordskål" (dann mussten alle am Tisch anstoßen) und "tempo" + Liednummer, um ein Lied anzustimmen. Verschieden Nationen, die Erasmus Koordinatoren (da ist mein Zimmernachbar "Lasse" auch bei) und natürlich, wer Bock und Böcke hatte, durfte vor versammelter Mannschaft singen.
Danach gabs noch ne Party...die ganz nett war, um mal ein paar nette Leute ganz ungezwungen zu treffen. Denn bei
m Essen war es doch etwas gezwungen...Man musste sich schon damit zufrieden geben neben wem man saß, man kann sich ja nicht einfach zu jemanden setzen mit dem man sich gut verstehen könnte. Allerdings habe ich auch anderweitige Schicksalsschläge von Pärchenbildungen gehört. Na dann. Prost.

Welcome Dinner.
Ja, wenn ma
n vom Ersten nicht genug haben kann, dann geht man halt noch auf ein zweites Dinner. Diesmal sollte es das offizielle Welcome Dinner der Universität sein, ein wenig schicker, teurer und gesponsort.
Dresscode: Formel/Well dressed. Oje, da musste man dann schon ein wenig schicker sein. Also ab ins Kleidchen. Mir solls recht sein, nur dass der Weg diesmal ein wenig länger war, denn wir mussten mit dem Radl in die Stadtmitte. Und ja diesmal war alles ein wenig leckerer. Zur Begrüßung gabs nen Drink, und die Speisekarte sagt folgendes;
  • Starter: Toast with forest mushroom topped with a herb salad
  • Main Course: Pepper baked salmon with chive sauce and oven roaster potatoes
  • Dessert: Claudberry cheese cake with blueberrys
Das Programm war teilweise echt witzig, eine kleine lustige Präsentation über Schweden und ein nettes Lied der Erasmus Koordinatoren über jedes Land, was soweit ich mich erinnern kann sehr fies teilweise war. So nach dem Motto: Wenn du nen Chinesen im Korridor hast dann wirds übel riechen. Über die Deutschen hatten sie nur zu sagen, dass wir ja alle in unseren fancy cars gekommen sind und jede Bar leeren werden. Tz. Diese Klischees. Außer dem Essen hat sich jedoch nicht viel geändert am Dinner-programm. Wieder einmal wurde gesungen, und geskålt. Der Deutsche Trink-Song ist übrigens: Eisgekühlter Bommerlunder. Najut dass man den kennt. Wer in Schweden einen Trinksong anstimmen möchte kommt an Helan går nicht vorbei:
Helan går
sjung hoppfaderallanlallanlej,
helan går
sjung hoppfaderallanlej.
Och den som inte helan tar
han heller inte halvan får.
Helan går (Es wird ausgetrunken)
sjung hoppfaderallanlej!
Und immer schön das Schnapsglas in die Höhe! Der Abend wurde unserseits abgerundet mit nem kleinen Korridorfete bei Tine...und dann gings ab nach Haus.
Noch ein kleines Schmankerl: Wir wollten mit dem Fahrrad nach Hause fahren, jedoch hatte die Claudi keins, und so sind wir zu zweit gefahren, dank Gepäckträger. Und dann ist echt mal ein Wunder geschehen. Denn am Anstieg des Berges kam hinter uns ein Spanier an, der fragte: "Do you need a bike?" Das haben wir uns nicht zweimal sagen lassen. Er hatte sozusagen eins zu viel, weil seine Freundin nicht mehr fahren konnte. Tolle Welt, mit netten Spaniern.

Sonntag, 5. Oktober 2008

Kalas bedeutet Party.

Vor-Bereitung.

„Kalasmottagningen är Sveriges största studentmottagningar“ Yeah und wir sind dabei. Ganz nach schwedischer Sorgsamkeit haben wir schon eine Woche vorher die Tickets geholt. Ausnahme diesmal, wir haben sie eher zufällig bekommen. Denn wir standen in einer Schlange für andere Karten. Und dann haben wir uns von dem Plakat mitsamt Kartenverkaufsstand neben uns ein wenig irritieren lassen. Denn die Tickets waren für Erstsemester kostenlos! Noch dazu keine Schlange! Und als Extra Schmankerl (als ob das nicht schon genug wäre) sollte tatsächlich Mando Diao spielen. Konzert und dann noch kostenlos. Wir dachten zunächst an irgendwelche versteckten Kosten,

aber nichts da. Die Schweden meinen es gut mit uns. Sowieso hat man manchmal den Anschein, die Universität

kümmert sich noch viel mehr um ihre Studenten und vor allem um die Austauschstudenten und Erstsemester.



Vor-Ort.

Also auf zum Cloetta Center (Cloetta Center ist ein riesiges Eishockeystadion, gesponsert von der Schoko-Firma Cloetta, ach nee). Mal wieder waren wir uns über die Zeit wann es am besten ist dort aufzukreuzen nicht sicher. Da man ja schon einen guten Platz beim Konzert erhaschen will. Und vorher sollte noch eine Job Messe stattfinden. Da werden die neue Studenten gleich von den Unternehmen schon rekrutiert. Hehe. Nagut wir sind dann uzr spätnachmittag- bis frühabendlichen Zeit dort aufgekreuzt. Und das war auch gut so. Einlass für das Konzert sollte 19uhr sein. Hm. Viertel vor sieben immer noch keine Schlange? Komisch. Aber nicht irritieren lassen. Wir stellen uns trotzdem schon mal an, mit unseren goldenen Bändchen, die soviel bedeuten wie Innenraum und Stehplatz. Yeah. Wer will schon langweilig auf der Tribüne sehen. Ein guter Überblick ist nicht immer alles. Mittendrin statt nur dabei, sag ich da mal. So und dann gings auch schon rein. Erste Überraschung des Abends: kein Eis im Eishockeystadion, schade, aber verständlich. Und die zweite sollte zugleich folgen. Wow erste Reihe…nagut zweite, aber was geht? In Deutschland muss man dafür ein paar Stunden früher da sein. All Clear. Ich glaube Mando Diao sind hier nicht so beliebt wie in Deutschland. Naja was nun folgte war ein Flash zurück in meine Schulzeit.

Denn vor der Scenshow, der eigentlichen Bühnenshow mit Band, gabs es ein paar komödiante Schmankerl. Ich sag euch, ich hab mich gefühlt wie auf meinem letzten Schultag, wenn die Schüler die Lehrer vera*** und wilde Tanzchoreografien aufführen. Vielleicht auch noch ein Chor, ja danke, die Show ist perfekt. Witzig. Und überall neue Studenten. Auch wir international students werden begrüßt. Abgerundet wird das Programm mi ein paar Videofilmchen, mit Sketchen rund um Campus und Studileben, nem Quiz und witziger Moderation. Ja gut nun. Zum Konzert.

Ok, die ersten paar Lieder kannte ich nicht. Dabei dachte ich, ich würde die Band kennen, was ist da los. Ach ja ich vergaß, die haben ja schon wieder ein neues Album rausgebracht…ich glaub das 5. In 4 Jahren. Was ist denn da los. Zu viel Druck? Naja das Konzert war dann doch noch echt gut. Ein wenig herumgespringe und mitgesinge. Und das inmitten von total schönen Menschen. Schweden halt.


Vor-Sicht.

Dass es dann doch alles ein wenig härter zuging in der vorderen Reihe, merke ich als mich auf einmal total entsetzte Gesichter von Anne und Tine anschauten. „Ist was?“ „Da ist überall Blut!“ Ups. Mir lief den ganzen Hals Blut runter, was ich natürlich nicht gemerkt habe. Anscheinend sah es aus wie aus nem Horrorfilm. Naja. Um euch zu beruhigen. Es war nur mein Ohr. Irgendwie hab ich wohl nen Stoß auf meinen Ohrring bekommen und dann nimmt die Geschichte ihren Lauf. Was man in dieser Situation macht? Taschentuch-Abwischen-und weiter geht’s.

Nach dem Konzert: Wir: glücklich und erschöpft. Endlich mal wieder Musik, die weder nach 90er noch nach billigem House-Trance Gedöns klingt. In den Räumen außerhalb das Stadion gabs dann noch ein wenig Party.

Als wir uns entschieden nach Hause zu fahren, sollte ich zum ersten Mal bereuen keine Regenjacke mit genommen zu haben. Das hat vielleicht geschüttet, meine Herren. Total durchnässt waren wir.