Die Anreise gestaltete sich nährreich auf der einen Seite und weniger anstrengend auf der anderen Seite. Zu fünft im Auto von Tine, inklusive guter Musik und Gummibärchenverköstigung starteten wir nach Stockholm. Wieder ein mal dachte ich, ich habe viel zu viel Gepäck, aber diesmal schiebe ich es einfach mal auf die Isomatte und den Schlafsack den ich noch mit transportiert habe. Denn schlafen sollten die Anne und ich bei dem Micha, Studienfreund aus Stuttgart und jetzt studierenderweise an der KTH in Stockholm anwesend. Und als wir dann die dortige tunnelbana ein wenig unsicher gemacht haben, wurden wir bei Micha standesgemäß mit nem Wodka-Kakao. Hm. Lecker. Ein wenig angetüdelt hieß es dann später nach etlichen hin und her, nein wir gehen nicht mehr aus. So machten wir uns in der Korridor ein wenig gemütlich. Vergleicht man Linköpings Korridore mit denen in Stockholm, so fäll
t auf das zwar in beiden jeweils 8 Menschen leben, jedoch weniger Schweden. Ich beispielsweise wohne mit 6 Schweden (jedenfalls auf dem Papier) zusammen. In Michas Korridor gibt es einen Einzigen. Angeblich liegt die Rate an Schweden bei 5%. Der Rest: Exchange Students. Was man jetzt besser findet kann jeder für sich selbst entscheiden. Außerdem ist die Räumlichkeit ein wenig anders. Dort ist es eine offene Küche am Ende des Flures, mit wie ich finde sehr kleiner Arbeitsfläche, aber nen sehr tollen Riesentisch. Bei uns ists dann eher gemütlich mit TV und ein paar Sofas. Das Zimmer dafür ist wirklich toll, viel Holz an Wänden, Boden und Möbeln, und sehr modern mit schalldichter Tür, da kann man echt jede Menge Geräusche und Laute von sich geben, ohne das es jemand hört. Hm. Naja haben dann noch ein wenig gequatscht und sind dann ins Reich der Träume entschwunden.
Tag 2
Ausgeschlafen, gefrühstückt und gefreut. Über wunderschönes Touri-Foto-Wetter. Blauer Himmel und Sonnenschein (die Zeilen könnten auch aus einem schlechten Schlager sein). SO nach einigem Gegrübel, welcher Fahrschein nun der Beste für 2 Personen und ein Wochenende wäre, fuhren wir in die Stadt, um die anderen 3 Mädels zu treffen, die in einer Jugendherberge geschlafen haben. Und das war gar nicht so einfach. Aber um es kurz zu machen, denn Blogplatz ist ja auch heiß begehrt, wir haben sie getroffen und uns dann schließlich wieder getrennt, da Anne und ich im Sightseeingfieber, die anderen aber im Shoppingwahn verfallen waren. Also auf nach Gamla Stan zum schlendern und Schloss anschaun, und dann trafen wir uns schon wieder mit den Mädels, denn das Highlight des Stockholm Trips stand an bzw. war nur noch wenige Stunden entfernt! Na neugierig? Noch ein wenig Geduld. Erst einmal ein lecker Kaffee in einem Cafe was eigentlich ein Schiff war. Toll, mit Ausblick auf Djurgården. Teilweise hats ganz schön geschaukelt, wenn ein Schiffchen vorbeikam. Aber auch das haben wir überstanden. Dann auf nach Djurgården genauer nach Gröna Lund. Ein riesen Vergnügungspark. Vorher schnell noch Fast Food gegessen und dann schon riesig gefreut, denn am Abend sollte hier ein Konzert sein. Nein nicht irgendei
ns, Moneybrother! Und das für läppige 70SEK, die der Eintritt in den Park gekostet hat. In Gröna Lund ist das nämlich folgendermaßen: Man bezahlt einen Betrag Eintritt und dann kauft man sich ein Fahrtenheft oder auch einzelne Billets mit denen kann man dann die Fahrgeschäfte benutzen. Nach einem Rundgang haben wir uns dann doch noch entschlossen ins Lustigt Hus zu gehen. Das ist so eine Art Spaß Haus mit viele schrägen Sachen durch die man durchlaufen muss und jeder Menge Sinnestäuschungen. Man war ich verwirrt danach. Ich vergaß noch zu erwähnen, dass wir quasi verfolgt wurden, von in Plüsch gekleideten Maskottchens des Parks die sich ständig an uns hangen und Fotos machen wollten. DAs war schon leicht scary, denn sie waren überall und hatten auch weder Scheu uns zu erschrecken noch vor Körperkontakt. Oh man grus
elige Plüschtiere sind nicht so mein ding. Ahhh. HBin da ja auch nicht unschreckhaft. Ich wollte ja unbedingt noch auf ein anderes Fahrgestell, aber da war meine Überredungskunst überflüssig weil keiner wollte.Das fährt weit hoch ich denke mal so ein paar hundert Meter und dann wird man einfach „fallengelassen“. Hab das schon mal in Soltau gemacht und noch nie so nen Adrenalinausschuss (sagt man das so?) gehabt. Naja, dafür kam ja dann Anders Wendin, alias Moneybrother. Und ich lief große Gefahr, denn die anderen 4 Mädels hatten keine Ahnung von Moneybrother, bzw. vielleicht mal nen Lied gehört. Also hoffte ich, dass es ihnen genauso gut gefällt wie mir. Und ich denke sie wurden nicht enttäuscht. Eine super tolle Show, mit ein wenig Schwedisch, Tanzen und viel Emotionen. Einfach toll. Ich glaube ein paar wurden überzeugt und wir hören jetzt desöfteren die CDs. Nach dem Konzert hab ich mir noch meine erste schwedische CD gekauft, mit Signatur sogar. Die wollte mir erst einer wegschnappen. Aber ich war schneller. Und das auch noch zum Schnäppchenpreis von 100SEK. Voller positiver Emotionen haben Anne und ich uns dann noch mit Micha getroffen und sind mit dessen Freunden in einem ominösen Kellerclub namens irgendwas wie Slash, Stash…oder so in Södermalm. Ich sag mal so, es war witzig, strange und heiß. Irgendwann sind wir dann auch heimgekommen und dann ab ins Bett.
Tag 3
Shoppen! Das war das Ziel. Der Weg sollte uns durch Södermalm, einem eher alternativen Viertel führen. Soweit so gut. Einige Shops durchforstet, irgendwann auch das sagenumworbene Cheap Monday gefunden. Aber nichts gekauft. Wie tragisch. Aber so ist es wohl immer, wenn man es ganz doll will, dann klappts nicht. Hmpf. Ein wenig traurig waren wir schon. Schon mal das Zugticket für Sonntag gekauft und abends noch auf nen Drink nach Gamla Stan. Den Abend in Michas Bude ausklingen lassen. Mit was verrat ich nicht ;)
Tag 4
Tag der Abreise. Mittags sollte der Zug fahren, vorher noch was essen und ab zu Zug. Unsere Beine wollten uns nicht mehr so recht tragen, denn wir haben sehr viele Kilometer (dem Bahnticket entsprechend) hinter uns gelassen. Die Zugfahrt, ja sie war abwechslungsreich. Denn wie wir am Bahnhof bemerkten, mussten wir in Nyköping umsteigen. In einen Bus. Aber wir haben echt schlimmes erwartet. Und was kam? Es war ein sehr komfortabler Bus mit Ledersitzen, das Gepäck war im Businneren verstaut. Ein wenig Zeit für ein Nickerchen. Da der Bus dann noch Norrköping ausgelassen hat, waren wir echt super schnell am Ziel. In Linköping. Welcome Back. Im Alltag.