Mittwoch, 3. Dezember 2008

Bio.

Nein, es geht nicht um biologische Lebensmittel und den neuen Trend jetzt alles mit dem Siegel Bio zu kaufen, um sein ökologische Gewissen zu beruhigen. Es geht ums Kino, denn das nennt man hier in Schweden und zu eurer wahrscheinlichen Verwunderung: Bio.

Ja, ich habe es getan. Ich habe ein schwedisches Kino betreten. Aber es ist kaum anders. Unterschiede zeigen sich nur in der Sprache und im Popcorn, das ist nämlich gesalzen. Bäh. Aber zu meinem Erstaunen finden die Schweden süßes Popcorn total eklig. Waaas? Ich versteh die Popcorn-Welt nicht mehr. Aber wir haben uns darauf geeinigt, dass es wohl Gewohnheit sein muss (Anmerkung meinerseits: gesalzenes Popcorn zu mögen).

Patrick 1,5.


Mein erster Schwedischer Film in Schwedisch. Aaah. Und das schon im Oktober. Ich war ein wenig nervös, ob ich überhaupt was versteh. Da war ich mit meinen 2 Mitbewohnern Lasse und Sofia und deren Freundin Linnea. Der Film handelt von einem schwulen Paar, welches gerne ein Kind haben möchte und dieses adoptieren möchte. Als sie dann endlich die Zusage für Patrick ein 1,5 Jahre alter kleiner Junge bekommen, sind die beiden überglücklich. Doch wie so oft sollte alles anders kommen, als gedacht. Das Komma bei 1,5 war dort nur versehentlich, und in Wirklichkeit war Patrick 15, schwulenfeindlich, vorbestraft ... die ganze Palette. Die Geschichte nimmt seinen Lauf.

Der Film war, trotz dass ich nur den Smalltalk Wort für Wort verstanden habe (den Rest dann eher im Zusammenhang), sehr witzig. Und so entschloss ich mich, nun doch nicht vor schwedischen Filmen Halt zu machen, sondern ruhig auch mal mir schwedische Filme in der Landessprache anzusehen. Darauf folgt dann nämlich auch der zweite Film:

Låt den rätte komma in.

Diesmal mit meiner Tandempartnerin Lisa. Ein sehr nettes Mädel, frische 18 Jahre alt und willig Deutsch zu lernen. Denn sie will dann auch im Januar nach Düsseldorf für ein Praktikum. Wir treffen uns so alle 1,5 Wochen auf nen Kaffee, um Deutsch und Schwedisch zu reden. Und um bei den Hausaufgaben zu helfen. Diesmal wollten wir aber was Spaßiges machen und gingen so ins Kino. Lisa hatte zudem noch in einem Literaturwettbewerb 2 Kinokarten gewonnen und lud mich ein. Dazu gabs noch Godis (Süßigkeiten) und perfekt wars.
Der Film war etwas anders als der Erste. Diesmal eine undefinierbare Mischung aus gruselig und süß. Denn es drehte sich haupsächlich um 2 kleine Kinder (nagut sie waren schon so 13), wovon das Mädel ein Vampir war. Die Liebesgeschichte war echt sehr süß. Aber manchmal bin ich schon ein wenig aufgeschreckt. Allgemein war der Film voll schöner Winterbilder Schwedens. Sehr idyllisch. Und sehr 80er. Es wurde allgemein nicht massig viel gesprochen. Aber wenn was gesagt wurde, hab ichs doch tatsächlich verstanden. Toll-

Noch für die Neugierigen, die sich mal einen schwedischen Film anschaun wollen. Hier noch ein paar Exemplare, die ich auf DVD mit englischen Untertiteln gesehen habe:
  • Jalla! Jalla!
  • Änglagård
  • Så som i himmelen
Viel Spass.

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