Ja! Schweden hat ein Nationalgericht. Neben den allseits beliebten Köttbullar, sollte man die Bullar mit Kanel nicht verachten. Mir scheint Bullar sind essentiell hier. Aber bei den Kanelbullar handelt es sich nicht um Fleisch, sondern eine delikate Süßspeise, in Deutschland frei übersetzbar mit Zimtschnecke. Ähnlich aber doch nicht gleich.
Jedenfalls werden Kanelbulle (Singular Kanelbullar) hier immer und überall gegessen. Am liebsten zur Fika (dazu an passender Stelle später mehr). Wenn man an der Uni einen Kaffee kaufen will, kommt man um das Angebot einen Kaffee mit Kanelbullar zu nehmen nicht drum herum. Das gibt es sozusagen schon als obligatorisches Doppelpack. Und es ward an der Zeit diese schwedische Delikatesse zu feiern. Ja sie hat ihren eigenen Tag. Das heißt: Backen.
Dazu wurde ich von meiner Peerstudentin, einer echten Schwedin, Sofia eingeladen. Mit anderen Studenten ging es dann ans Wesentliche. Eigentlich gar nicht so schwer. Teig zubereiten, ausrollen, mit kräftig Zimt und Kardamon bestreuen und rollen. Dann noch in den Ofen. Während der Backsession ist und ganz schön warm geworden, aber nicht ums Herz sondern eher durch die vom Backofen produzierte Hitze. Aber es war uns streng verboten das Fenster zu öffnen. Denn wie Sofia meinte, würde dann sofort der Teig zusammenfallen. Und das wollten wir natürlich nicht. Angeblich gibt es auch ein Lied zum Kanelbullar backen, ähnlich dem „Backe, Backe Kuchen“ in Deutschland. So das man alle Zutaten weiß. Toll. Den Kanelbullar gab es dann in verschiedenen Versionen. Denn man muss nicht unbedingt Zimt hineinfüllen, sondern kann auch beliebig variieren. Und das taten wir auch. Teilweise mit Pinienkernen, und Mandelmassa (das ist so eine Art Marzipan). Lecker. Dazu gab es White Russsian. Ja, normalerweise bleibts bei Milch. Nachdem unser Magen streikte, haben wir dann noch einen schwedischen Film geschaut. „Jalla, Jalla“ mit Namen. Sehr unterhaltsam, und durch die englischen Untertitel sehr gut nachvollziehbar. Jättebra. Ein Schöner Tag. Nächstes Jahr wieder wenn dann auch möglicherweise in Deutschland.
2 Kommentare:
Mhmmmm oh jaaa, ich freu mich schon auf's Backen mit dir! Bevorzugterweise natürlich in Berlin ;-)
Das ist mein Lieblingsgebäck. Schick mir doch mal das Rezept. :-)
bussi
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