Sonntag, 12. Oktober 2008

Blue-(Wo)man-Group.

Nun ja, ein neues befremdliches Brauchtum sollte uns in den Bann ziehen. Stichwort: Overall.

Schon Ende August haben wir Ihn bestellt. Und drei Wochen später sollte er dann auch da sein. Unser Overall.

Wikipedia sagt dazu: „Studentenoveralls sind eine in Nordeuropa weit verbreitete Partybekleidung von Studenten und Teil der dortigen Studentenkultur.“

Wie sehen die aus? Je nach Studiengang und Fachschaft gibt es verschiedene Farben und Formen. Individuell wird’s dann beim Benähen, -kleben, -malen. Denn bei jeder Party zu der man geht, gibt es ein sogenanntes Patch, das man dann auf den Overall befestigt, wie auch immer. Noch dazu ist es üblich die jeweiligen Streifen an die Beine des Overalls zu nähen, oder zu kleben. Wenn man noch weiter gehen möchte, dann tuts der Name aufm Bein oder wo man mag.

Wann und warum ziehen Schweden Overalls an?

Overall trägt man zu einer Studentenparty an, die man hier Kravall (mit oder ohne Remmi Demmi) nennt. Und warum? Antwort eines Schweden „Damit man seine eigene Kleidung nicht ruiniert.“ (so geht’s wohl auf den Kravallen zu, später in einem anderen Post mehr dazu) Ich denke man dass das Wort „Gemeinschaftgefühl“ hier nicht falsch ist. Der oft gelesene Zwiespalt der Schweden zwischen Gemeinschaftsgefühl und Drang nach Individualität wird dann durch eine individuelle Gestaltung besänftigt.

So trafen wir uns zum Pizza backen und gemütlichem Nähabend, um unsere noch jungfräulichen Anzüge zu verschönern. Noch ne Mädels-DVD und es ist perfekt. "Jo, jo, jo, jo, jo" in den Blaumännern fühlten wir uns ein wenig wie in der Pitstop Werbung, und als müssten wir zugleich noch irgendwo Rohre verlegen, also ran ans Nähen. Und Ja, wir wollten nähen! Manch anderer würde es einfach halbherzig draufkleben aber nein, dafür sollte man sich Zeit nehmen, und ruhig ein wenig Herzblut reinstecken. Unsere anfängliche Motivation wurde nach gefühlten 20 Stunden ein wenig gedämpft. Als wir bemerkten, dass wir nach 6-7 Studen gerade ein mal einen Streifen an einem Hosenbein genäht hatten, und das zum Teil auch nur fast. Oje. So saßen wir 2 DVDs und ein paar CDs später da und entschieden uns das Aufnähen der Patches und der anderen Seite zu vertagen. Doch „time is running“, denn der erste große Kravall sollte dann schon in ein paar Tagen sein, und da wollten wir ja nicht nackig da stehen. Ja ok, man kann auch ohne gehen, aber wo ist da der Spaß?

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

hey schwesterherz, habe mir grade mal die freiheit genommen deine blogs zu lesen..gut ein wenig langeweile steckte auch dahinter..
da hast du ja viel erlebt die ganzen tage..freut mich zu lesen..:)
aber eine frage habe ich noch, schwitzt ihr denn in den overals nicht? oh mein gott das ist sicher falsch geschrieben..aber es ist zu spät zum nachschauen..nein nein nein..so wünsche dir noch weiterhin viele schöne Tage und aufregende Erlebnisse in (ähöm meinem Traumland) schweden ;)

liebe grüße your little one Marie