Montag, 1. September 2008

Good old Linköping.

Eine Altstadt in Deutschland und eine Altstadt in Linköping haben viele Gemeinsamkeiten; alte Häuser, Kopfsteinplaster, und ein geheimnisvolles Flair. Doch auch einen wesentlichen Unterschied; Während die Deutschen die Kirche im Dorf lassen, versetzen die Schweden lieber Häuser. Ja genau, und so auch die Altstadt von Linköping. Ja richtig gehört, die haben die gesamte Altstadt von Linköping an einen anderen Ort außerhalb des Zentrums verlagert. Und da steht sie nun, als Freilichtmuseum für jeden zugänglich. Entfernt von der modernisierten Innenstadt, die gerade in Zeiten als die großen Unternehmen wie Saab in Linköping ansiedelten nicht mehr zeitgemäß war. Glücklicherweise wurden die Häuser nicht abgerissen, sondern der Umzug wurde von einem großzügigen Spender finanziert. Und so geht man durch die Straßen Gamla Linköpings (bedeutet: altes Linköping) und fühlt sich ein paar Jahrhunderte zurückversetzt. Toll. Und man kann sogar noch teilweise in den Häusern leben. Damit, dass nicht so ausgestorben ausschaut und ein wenig durch Leben erfüllt ist.


Die Führung.

Natürlich sind wir nicht so einfach und laienhaft durch die Altstadt flaniert. Nein. Wir hatten eine Führung durch eine sehr adrett und damals zeitgemäß gekleidete Dame. Sie erzählte uns ein wenig über die Historie und beantwortet eifrig die von uns gestellten Fragen. Getoppt wurde das nur noch mal durch die uns wohlgesonnene Sonne (diese Wortspiele, man man). Mal wieder top Wetter, welches die roten Häuser noch mehr leuchten ließ. Und uns beinahe noch ins Schwitzen brachte. Aber zum Glück durften wir auch einen Blick hinter ein paar Häuserfassaden werfen und bestaunen wie die Menschen damals lebten. Erstaunlich waren die kurzen Betten und niedrigen Decken, aber es ist ja allseits bekannt, dass die Menschen früher kleiner waren als wir heute. Ansonsten war es eine ziemlich kurze Führung. Und das Wetter hat uns dazu verleitet noch Grillen zu fahren anstatt weiter durch die Stadt zu laufen. Also, man könnte durchaus noch mal hingehen und einen Kaffee im alten Cafe schlürfen. Freiwillige sind eingeladen.


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